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Freiwillige Feuerwehr Dietersdorf e.V.
Freiwillige Feuerwehr Dietersdorf e.V. Der Hydrant
Der Hydrant stellt der Feuerwehr in Wohngebieten und Städten Löschwasser zur verfügung. Er ist an das öffentliche Wasserversorgungsnetz angeschlossen und kann bei bedarf Löschwasser liefern selbst in der Winterzeit.

Es gibt 3 verschiede Arten von Hydranten:

Der Hydrant mit Fallmantel

     Der Hydrant mit Fallmantel ist meist in städtischen Gebieten anzutreffen. Er ist mit einem so genannten Fallmantel aus Metall ausgestattet und soll die Bedienarmaturen vor Vandalismus schützen. Dieser Fallmantel kann nur durch einen Hydrantenschlüssel geöffnet werden welchen jede Feuerwehr auf dem Fahrzeug verlastet hat. Nachdem der Fallmantel nach unten gerutscht ist, liegen die Bedienarmaturen frei und der Hydrant kann aufgedreht werden. Dazu muss entweder ein Sechskantschlüssel oben auf der Haube angesetz oder die Haube mit der Hand nach links gedreht werden. Dabei wird durch eine Spindel die Dichtkugel (rechtes Bild im unteren viertel) nach unten in den Freiraum gedrückt und das Wasser kann nach oben bis an die Niederschraubventile strömen. Anschließend wird das Ventil geöffnet und kurze Zeit Wasser aus dem Hydranten abgelassen um vorhandene Fremdkörper, Rostteilchen o.ä. aus dem Hydranten herauszuspülen. Danach wird ein B-Druckschlauch angeschlossen welche meist das Wasser an eine Feuerlöschkreiselpumpe weiterleitet. Vorteile: •    Armaturen sind geschützt •    leichtere Bedienbarkeit Nachteile: •    teuerer in der Anschaffung •    Wartungsintensiver

Der Überflurhydrant ohne Fallmantel

Der Überflurhydrant ohne Fallmantel ist ähnlich aufgebaut wie ein Überflurhydrant mit Fallmantel. Hierbei fehlt allerdings der Schutzmantel welcher die Armaturen vor Vandalismus schützt. Zur Inbetriebnahme müssen, je nach dem wie viele Schläuche angeschlossen werden, die Blindabdeckungen abgenommen werden. Hierzu ist ebenfalls ein Überflurhydrantenschlüssel notwendig. Anschließend muss über den Sechskant oben auf dem Hydranten nach links aufgeschraubt werden um über die Spindel die Dichtkugel nach unten zu drücken. Das Wasser kann nun nach oben steigen und über die offenen Ausgänge herausfließen um den Hydranten zu spülen. Danach muss der Hydrant wieder geschlossen werden um den Druckschlauch anzuschließen.
Vorteile •    Wartungskosten gering •    günstiger in der Anschaffung Nachteile •    Abgänge liegen frei

Der Unterflurhydrant

Der Unterflurhydrant wird überall dort eingesetzt wo in engen Straßen und Gassen ein Überflurhydrant stören würde. Er ist meist in der Straße verbaut und in die Teerdecke eingelassen, so dass Fahrzeuge ihn ohne Probleme befahren können. Zur Inbetriebnahme ist ein Unterflurhydrantenschlüssel und ein Standrohr notwendig. Mit dem Schlüssel wir die Metallkappe angehoben und zur seite gedreht. Anschließend wird das Standrohr auf den Hydrantensitz geschraubt und stellt somit die Armaturen wie bei einem Überflurhydranten zur verfügung. Nachdem das Standrohr fest auf den Hydrantensitz geschraubt wurde wird mit dem Unterflurhydrantsnschlüssel der einen Vierkant besitzt der Unterflurhydrant geöffnet. Hierbei wird ebenfalls durch eine Spindel die Dichtkugel nach unten gedrückt wobei das Wasser nach oben in das Standrohr strömen kann. Auch hier muss der Hydrant zunächst gespült werden um Fremdkörper aus dem Steigrohr herauszuspülen.
Vorteile •    ist nicht im Weg, bodengleich Nachteile •    Wartungskosten intensiver •    Kann von Fahrzeugen verstellt sein